Kitten Play ist eine Form des Rollenspiels innerhalb der Fetisch- und BDSM-Szene, bei der eine Person zeitweise die Rolle einer Katze oder eines Kätzchens („Kitten“) übernimmt. Das Verhalten orientiert sich dabei spielerisch an typischen Eigenschaften einer Katze und dient vor allem der gemeinsamen Fantasie und Atmosphäre.
Kitten Play gehört zum Bereich des sogenannten Petplay.
Grundidee von Kitten Play
Beim Kitten Play wird kein echtes Tier nachgeahmt, sondern eine symbolische Rolle dargestellt. Häufig stehen dabei bestimmte Verhaltensweisen im Mittelpunkt, zum Beispiel:
- verspieltes oder neugieriges Verhalten
- Nähe suchen oder Aufmerksamkeit genießen
- ruhige, entspannte Bewegungen
- Schnurren, Strecken oder Zurückziehen
- nonverbale Kommunikation
Die Rolle wird bewusst für eine bestimmte Zeit angenommen und endet nach dem Rollenspiel.
Rollen innerhalb von Kitten Play
Typische Rollen sind:
Kitten
Die Person übernimmt die katzenähnliche Rolle und bewegt sich verspielt, unabhängig oder anhänglich.
Owner / Handler
Die andere Person kann eine führende, betreuende oder begleitende Rolle übernehmen, muss jedoch nicht zwingend dominant sein.
Nicht jedes Kitten Play beinhaltet Dominanz — viele erleben es als entspannende oder emotionale Spielart.
Bedeutung innerhalb der Szene
Kitten Play wird häufig verbunden mit:
- Entspannung und Stressabbau
- spielerischem Ausdruck
- Nähe und Vertrauen
- Rollenfantasie
- emotionaler Sicherheit
Der Schwerpunkt liegt meist auf Atmosphäre und Gefühl, weniger auf festen Regeln.
Ausdruck und Darstellung
Manche Teilnehmende nutzen Accessoires oder Kleidung, um leichter in die Rolle zu finden, etwa Ohren, Handschuhe oder passende Outfits. Diese Elemente unterstützen die Fantasie und dienen der Darstellung der Rolle.
Einvernehmlichkeit und Kommunikation
Wie alle Rollenspiele im Fetischbereich basiert Kitten Play auf freiwilliger Teilnahme, gegenseitigem Einverständnis und klarer Kommunikation über Wünsche und Grenzen.