Puppy Play ist eine Form des Rollenspiels innerhalb der Fetisch- und BDSM-Szene, bei der eine Person zeitweise die Rolle eines Hundes oder Welpen („Puppy“) einnimmt, während eine andere Person eine führende, betreuende oder begleitende Rolle übernimmt.
Der Fokus liegt meist auf Verhalten, Atmosphäre und gemeinsamer Fantasie, nicht auf einer realistischen Darstellung eines Tieres.
Grundidee von Puppy Play
Beim Puppy Play orientiert sich das Verhalten symbolisch an typischen Eigenschaften eines Hundes, zum Beispiel:
- verspieltes Verhalten
- Bewegung auf allen Vieren
- Suche nach Aufmerksamkeit oder Bestätigung
- Training oder einfache Regeln
- Nähe und Vertrauen
Die Darstellung erfolgt bewusst als Rollenspiel und endet außerhalb der vereinbarten Situation.
Rollen beim Puppy Play
Typische Rollen sind:
Puppy
Die Person übernimmt die tierische Rolle und verhält sich spielerisch oder hingebend.
Handler / Owner
Die führende oder betreuende Person gibt Orientierung, Regeln oder Aufmerksamkeit.
Nicht jede Puppy-Dynamik beinhaltet Dominanz — manche erleben Puppy Play eher als spielerische oder entspannende Rollenform.
Bedeutung innerhalb der Szene
Für viele Menschen steht Puppy Play für:
- Stressabbau und Entspannung
- spielerische Freiheit
- klare Rollenstruktur
- Vertrauen zwischen Beteiligten
- emotionale Nähe
Die Intensität und Ausgestaltung unterscheiden sich individuell.
Kleidung und Ausdruck
Manche Teilnehmende nutzen Accessoires oder Kleidung zur Unterstützung der Rolle, etwa symbolische Halsbänder, Masken oder passende Outfits. Diese Elemente dienen vor allem der Atmosphäre und dem Einstieg in das Rollenspiel.
Einvernehmlichkeit und Kommunikation
Wie bei allen Dynamiken im Dominanz- und Fetischbereich basiert Puppy Play auf freiwilliger Teilnahme, vorherigen Absprachen und gegenseitigem Respekt.